Brad Gillis: „Alligator“

Na, wo war der Gitarerro noch überall mit von der Partie? Ozzy Osbourne, Night Ranger, Rubicon….. Mit „Alligator“, auf dem er auch die Vocals übernahm, präsentiert er nun seine zweite Solo-Scheibe, die ab und zu einen recht zwiespältigen Eindruck hinterläßt: Manche Parts gehen sofort ins Ohr, andere wiederum lassen einen erstmal die Augenbraue hochziehen.

Die eher spärliche und aufs Wesentliche reduzierte Produktion, läßt die Songs zwischen Mainstream-Rock mit leichtem Sommernachts-Feeling und hintergründigerer Hardrock-Mucke schwanken. Klingt bradvielleicht gar nicht so ungewöhnlich, aber 08/15-Rock ist das sicher nicht, hier sollte und muß schon ein wenig genauer hinhören. Das Niveau der Platte kann sich jedenfalls sehen lassen. Zu einem richtigen Ohrwurm kann sich der intensive, aber deswegen noch lange nicht heavy gestaltete Song „Heart-Shaped Wings“ entwickeln.

Wer sich die letzte Gotthard-Veröffentlichung mit gleicher Instrumentierung und gleichen, leicht verhaltenen Wumms in der Produktion, dafür aber beherzter und weniger auf Kommerz ausgerichtet vorstellen kann, hat nun in etwa ein Bild von „Alligator“: (Frontiers/Point) EV

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