Dizzy Mizz Lizzy: „Dizzy Mizz Lizzy“

Deep Purple winken ganz stark bei diesem Album. Nicht die bekanntesten Sachen, man denke eher an Songs, die auch songwriterisch zu Black Sabbath gepaßt hätten, ekstatische Steigerungen zu bieten hatten und dennoch soundtechnisch trocken und nicht pompös gestaltet waren.

„Waterline“ wartet etwa mit einer wirklich nicht erwarteteten Dynamik auf – gestaltet im Endeffekt dadurch, daß man ein Ausbrechen der Songs erwartet – und genau das nicht passiert, sondern sich die Arrangements und das Songwriting wieder vollends in eine andere Richtung drehen. Die Vocals stellen gutes Mittelmaß dar, die Stimme ist gut, keine Frage, doch wird sie in der Abmischung schlicht nicht derart nach vorne gepeitscht oder bietet megamäßige Dominanz. Vielmehr fügen sich die Vocals ins Gesamtbild ein und das ist wirklich sehr heimelig, einnehmend und macht Lust auf mehr.

Einer der Höhepunkte ist definitiv „Silverflame“, zwar kein Partysong, aber mit seiner zarten, verletzlichen, nachdenklichen Atmosphäre überzeugt dieser Track absolut. Wer Crimson Glory mag bzw deren erdigere Phasen, Arrangements à la Leatherwolf oder Strukturen in Richtung Jezebel´s Tower, sit mit dieser Scheibe definitiv gut bedent.

Tracklist:

Water line Intro

Waterline

Barbedwired Baby´s Dream

Love Is A Loser´s Game

Glory

67 Seas In Your Eyes

Silverflame

Love Me A Little

Mother Nature´s Recipe

… And So Did I

Wishing Well

Hidden War

For God´s Sake

Too Close To Stab

 

 

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