Killing Joke: „Loose Cannon“

Nun mit Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters) an den Drums, warfen die Jungs ihre neue Studio-Scheibe auf den Markt. Dabei zeigt sich schon der Opener mehr als interessant: Einerseits monoton, ein wenig modern, auch wieder traditionell in der Atmosphäre… er macht auf jeden Fall neugierig auf den Rest. Und auch der Rest des Albums hat es in sich. Rotzige Vocals, gekonnte Mixtur aus melodischen Parts und eben ihrem Gegenteil, knackig-dreckige Gitarren, industrial-mäßige Aufmachung… wem das zu modern klingt oder wer meint, Killing Joke nun in die Riege der Nu Metaller killingstellen zu können, irrt gewaltig.

Zu frech und kompromißlos sind einige Bremsen und Breaks in den Songs, zu rasant manche Temposteigerungen, zu brachial die Produktion, die weder effektgeschwängert noch billig daherkommt. Wer ein Problem mit genre-übergreifender Musik hat, gut, dem wird man in diesem Fall nicht helfen können. Wer aber eh auf dunkleren Mucke mit Biß schwört, geheimnisvolle Atmosphäre kombiniert mit Angriffslust mag und plötzliche Steigerungen und für den Begriff ‚zeitgemäß’ auch auf Electro verzichten kann, ist hier an der richtigen Adresse. Sollte man mindestens gehört haben bzw. Fans können eh bedenkenlos zugreifen. (Zuma/Sony) EV

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