Mammoth Storm: „Fornjot“

Besser und passender hätte man den Namen dieser Band wirklich nicht auswählen können. Was Mammoth Storm auf ihrem aktuellen Album lostreten, ist wahrlich ein Genuß der mega-schweren Metal-Klänge. Absolut genial in den teils elektrisierenden Melodieführungen, den ergreifenden Vocals und trotz der Überlänge fast aller Songs könnte man stundenlang in diesem Sound schwelgen. Schwerfällig – irgendwie sicher. Ist ja Doom. Wehmütig auch. Aber hier zieht sich nichts wie ein Kaugummi, wiederholt sich bis zum Erbrechen oder ähnliche Zeugs.

Dieses Album ist wie aus einem Guß, steigert sich, fällt ab, begehrt wieder auf, wühlt auf, zeigt die zarte, ab er auch die introvertiert-entrückte Schulter. Einige Nuancen und Klangbilder finden sich immer wieder, am Ende könnte man fast gar nicht sagen, wie viele MammothTracks es den n nun eigentlich waren, so kunstvoll führen fundamentale Lines immer wieder neue Kreise aus. Die Gitarren sind enorm griffig und wenn man sich unter dem Attribut „Kämpferisch-Monoton“ etwas vorstellen kann, ist die Sachlage klar.

Besonders in der Vocalarbeit zeigt sich enorme Gefühlspower und –Intensität – Mammoth Storm lassen hier gänzlich ohne Firlefanz den Wehmut an sich wirken, frönen ihm in voller Härte und Wucht und schwelgen auf trockene Art und Weise brachialer Melancholie. Diese Platte kann man jedem Doom-Fan nur wärmstens empfehlen und trotz der vermeintlichen Gleichförmigkeit des Materials entführen Songs wie „Augurs Echo“, „Horns Of Jura“ und „Sumerian Cry“ immer wieder in neue Welten der Düsternis, des Schwelenden und Unaufhaltsamen. EV

Tracklist:

Augurs Echo
Vultures Prey
Sumerian Cry
Fornjot
Horns Of Jura
Hekla

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