Mono & The Ocean: „Transcendental“

Diese, sagen wir mal EP, ist mal eine andere Idee. Die japanischen Post Rocker Mono und ihre deutschen Stil-Kollegen The Ocean haben zu diesem Album jeweils einen Song beigesteuert – beides natürlich Tracks in Überlänge. Es ist faszinierend, wie sehr und schnell einen jeder dieser beiden Songs in seinen Bann zieht und das obwohl augenscheinlich nicht allzu viel Action vorherrscht.

MonoMono belassen es bei einem spacig-experimentellen und fast schon schwebenden Song. Selbst die sirrenden und an sich enorm schnell gespielten Klampfen ergeben einen „fliegenden“ Teppich, der die Melodie gekonnt über verschiedene Ups & Downs, Breaks und songwriterische Finessen trägt. Die halbe Miete hat „DeathInReverse“ bereits mit der hallig-entrückten Stimmung zu Beginn des Tracks drin, in denen Gitarrensprengsel und in der weiteren Steigerung fast schon warm gestrichene HiHats den Ton angeben. Wuchtig wird die Sache auf ihre ganz eigene Art. Dezent-elegante Steigerungen und unterschwellige Instrumental-Ausbrüche zaubern ein erstklassiges Art´N´Heavy-Flair.

The Ocean gehen die ganze Sache auch verträumt und in einer scheinbar eigenen Welt an, der Gesang bleibt dabei die ganze Zeit eher in den Hintergrund gemischt – egal ob clean oder Growls. Die Melange aus Art Rock, Doom und 70er Experimentell Hardrock hat schon was und davon nicht zu wenig. Auch hier arbeitet sich der Song durch die Farbpalette, zaubert Soundmalerei erster Güte. Wer gern mal die Welt ausknipsen will und ein paar Momente abtauchen, muß diese Platte unbedingt antesten. Technisch, in Sachen Kreativität und Überzeugungskraft unaufdringlich, fein auf den Punkt gebracht und verdammt tief. EV

Tracklist:

The Quiet Observer (The Ocean)
DeathInReverse (Mono)

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