Portishead: „Dummy“

Fans von hintergründigem, mondän anmutenden Sounds à la Björk, Rya, teils Smashing Pumpkins werden bei diesme Album absolut auf ihre Kosten kommen, das ist schon mal klar. Vielen unter Euch dürfte auch der Song „Glory Box“ ein Begriff sein, der einen wirklich klasse Abschluß dieser Scheibe darstellt.

Atsmosphärischer, mehr aus dem Hintergrund agierender Indie-Rock mit leichten Alternative Einschlägen, ein bißchen Fusion, ein bißchen Psychedelic und fertig ist das Sound-Gemisch. Dabei gehen Portishead bei der Inszenierung ihrer Songs einfach nach dem Motto „Weniger ist mehr“ und setzen mehr auf die kraftvolle Entfaltung der Details und spärliche Instrumentierung, nur wenige Passagen werden durch komplette Akkorde gefüllt.

Wer gerne mal in andere Sphären abhebt, ungewöhnliche Songstrukturen mag und dabei melodisch eingelullt werden möchte, ist hier genau richtig. „Dummy“ ist, entgegen dem Titel, alch, ein erhaben wirkendes Album, das ein wenig wie von einer anderen Welt scheint. Leise und vorsichtig schleichen sich die Songs an, spitzbübeln mit dezenten Nuancen und Finessen… eine Platte mit viel Liebe zum Detail, die keine oberflächliche Partylaune versprühen muß, um sich im Ohr einzunisten. Bombast sucht man hier vergebens.

Tracklist:

Mysterons

Sour Times

Strangers

It Could Be Sweet

Wandering Star

It´s A Fire

Numb

Raods

Pedestal

Biscuit

Glory Box

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