Primal Fear: „Rulebreaker“

Kaufen! Durchsage Ende. In Sachen Heavy Metal gab´s für mich im Groben immer zwei Lager: Die Eingängigen und die Wütenden. Klar, Balladen haben beide Lager, aber das ist nicht der Punkt. Primal Fear lassen hier auf jeden Fall einen rabiaten Dampfhammer vom Leder, daß es einem die Schuhe auszieht. Und dieser Eindruck hält sich über die gesamte Platte hinweg, auch wenn natürlich Ups & Downs dabei sind, nur Durchgepeitsche wäre auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Mit „Angels Of Mercy“ und „The End Is Near“ haben die deutschen (Power) Metaller schon aber einen galaktischen Einstieg zusammengeschraubt. Mit dezenten, fast Sehnsucht und vor allem nachhaltige Stimmungsgebung verursachende Choruntermalungen setzt man noch so kleine Farbtupfer in die nach vorne preschenden, druckvollen Songs.

Über Ralph Scheepers als Metal-Shouter braucht man eigentlich kein Wort mehr verlieren – so muß das. Und hier ist das Wort Shouter auch mal wieder richtig angebracht, nicht kleckern, klotzen ist PRIMAL FEAR rbkrangesagt. Das trifft munter lustig logischerweise auch auf die Instrumental-Fraktion zu. Es werden keine langen Arien geschwungen, sondern filigrane, teils virtuose Gitarrenläufe in brachialen Sound gepackt. Rassig-sägende Riffs treiben die Songs nach vorne, die Drums sind super genau, haben von allem die richtige Portion und das Zusammenspiel mit den genau richtig zur Geltung gebrachten Baßläufen…

„We Walk Without Fear“ ist, trotz majestätischen Nuancen und seiner Überlänge ein klasse dynamischer, angriffslustiger Song Marke Kämpferherz. Vor allem die Gitarren sprechen hier eine sehr ausdrucksstarke Sprache, die Tempowechsel und Spannungsbögen treffen absolut ins Schwarze wie auch allgemein die Melodieführungen und Hooks auf der gesamten Scheibe. Glaubt´s mir, als Heavyheads kommt Ihr nicht um diese Platte rum. EV

Tracklist:

Angels Of Mercy
The End Is Near
Bullets & Tears
Rulebreaker
In Metal We Trust
We Walk Without Fear
At War With The World
The Devil In Me
Constant Heart
The Sky Is Burning – 1
Raving Mad

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