Roxxcalibur – eine Geschichte, der NWOBHM Tribut zu zollen – und satt Staub aufzuwirbeln

Wir erzählten ihm eher nebenbei was wir vorhaben und er meinte dazu: „Wenn ihr das wirklich macht, dann gebe ich euch einen Deal!“. Nach Veröffentlichungen von Rhapsody und anderen Bombastoperfantasyspeedcombos waren wir doch äußerst überrascht. Doch Herr Limb machte ernst und nun haben wir bei ihm schon die dritte Scheibe veröffentlicht, obwohl zwischenzeitlich auch andere Firmen an uns gebaggert haben. Doch diese gegenseitige Treue passt zu Roxxcalibur, spiegelt unsere Einstellung zur Band auch irgendwo wieder. Gewissen Dinge sind ähnlich wie bei „normalen“ Gruppen, also die, die mit ihren eigenen Songs CDs aufnehmen.

Wir gehen ins Studio, wollen das Bestmögliche bei traditionellen Aufnahmeverfahren, es gibt Werbung bzw. Promotion, Interviews, Diskussionen über Cover, Songreihenfolge oder die Finanzen in der Bandkasse – alles wie man es kennt oder es sich vorstellt. Trotzdem roxxcaliburhaben wir keinen Druck, denn lediglich unser Label muss die Kohle wieder einspielen (was wir selbstredend tatkräftig unterstützen…ich tue das ja gerade JETZT), ansonsten ist Roxxcalibur einfach Spaß.

Die meisten Auftritte der letzten Jahre resultierten aus Anfragen, die uns erreicht haben und nicht umgekehrt. Oft haben wir nicht gespielt, dafür aber immer die Sachen, die uns auch Spaß gemacht haben (von einem Stadtfest, welches uns als Coverband gebucht hat, mal abgesehen…) und wo wir in ein spezielles Umfeld auch gepasst haben. Dennoch könnten wir häufiger auftreten, wenn das Gros der Veranstalter und Agenturen einfach mal ihr Gehirn einschalten würden. Das scheint aber selten der Fall zu sein, denn es gibt zwei mögliche Antworten:
„Ihr seid ja nur eine Coverband, sowas machen wir nicht!“

„Seven Days Of Splendour“:
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=swv6WOWQpPc]

Ok, das ist spannend, denn man müsste die Rückfrage stellen: „Wie viele Songs unserer drei Alben kennst du denn im Original?“. Fakt ist, dass wir so tief in der NWOBHM buddeln, dass nur verrückte Sammler oder Fans, die tief in der Materie graben, die Originalstücke kennen. Für die meisten Metaller sind wir einfach nur eine Band mit geilen Songs.
Ja, das darf ich als Mitglied sogar schreiben, denn es ist ja kein Eigenlob! „…und live sind Roxxcalibur sowieso eine Macht!“ stand diesen Monat in einem Review zu unserer neuen Scheibe „Gems of the NWOBHM“. Danke! Doch der Begriff Coverband schwebt aus Veranstaltersicht zu stark über uns, was uns zur zweiten Antwortalternative führt.
„Was ihr covert kennt doch kein Mensch, sowas machen wir nicht!“

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