Smeer: „Loud And Clear“

Die Jungs von Smeer haben sich einerseits kein leichtes Pflaster ausgesucht, haben aber ohne Frage die Qualität, sowohl Fans moderner Rockmucke zu begeistern als auch Traditionalisten für sich zu gewinnen. Die Produktion der straighten, wenn auch ab und an ungewöhnlichen Songs, ist druckvoll, detailbedacht und wieder irgendwie dreckig. Mainstream kann man Smeer beileibe nicht vorwerfen. Die Gitarren sind ebenfalls sehr klar und kraftvoll unterwegs, wechseln sich aber mit unsauberen, sehr hintergründigen Effekten ab, elektronischer Schnickschnack bleibt smeerkomplett außen vor.

Würden Nickelback nicht auf der Radiowelle mitschwimmen, dürften sie in etwa so klingen. Smeer verbinden nicht nur eigenständige und doch mitreißende Songs mit guter Handarbeit, sondern finden auch emotional die richtige Gewichtung. Besonders der zwar ein wenig introvertiert abgemischte und doch sehr eindringliche, powervolle Gesang ist hier die halbe Miete und macht die klasse Kombination aus Kraft und Melancholie, den der Sound der Band bietet, sehr deutlich. Eine tolle Scheibe, die sowohl Fans von Creed und Co gefallen dürfte als auch Anhängern gitarrenlastiger Wave- & Gothic-Klänge à la Substyle und straighter Rockmucke mit klassischen 80er-Einflüssen in Songwriting und Aufbau. (Lion Music/Al!ve) EV

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