W.A.S.P.: „Unholy Terror“

Blackie Lawless bringt mal wieder alte Songs in neuem Gewand. Das mag zwar gemein klingen, doch wer W.A.S.P. kennt, weiß, daß diese Tatsache eigentlich nur für Qualität bürgen kann. Stimmlich bleibt der Gute für mich nach wie vor die verkratzte Metal-Variante von Meat Loaf. Musikalisch tendiert schon der Opener sehr stark Richtung „The Crimson Idol“:

Flächige Gesangslines, dreckiger, nicht immer ganz klarer Sound, waspfette Gitarren und eingängige Strukturen. Und wenn das unterschwellige Riff von Nummer zwei nicht ein wenig an „Kill, Fuck, Die“ erinnert, weiß ich nicht mehr. W.A.S.P. sind mit diesem neuen Silberling noch einen ganzen Zacken näher an ihren Glanzzeiten dran als mit „Helldorado“, und bereits dieser Metal-Silberling hat doch wieder für einiges Aufhorchen gesorgt. Auf den Punkt gebracht: Manchmal irrwitzige Soli, griffige Songs, klasse Hooks….. so wie man W.A.S.P. eben schätzt.

Und während sich andere immer wieder von ihrem Weg abbringen lassen, hacken diese Typen wahrscheinlich in fünfzig Jahren immer noch auf den drei Songs herum, die sie einst genialerweise geschrieben haben. Allein die kleinen musikalischen Seitenhiebe auf andere Alben der Band herauszufinden, macht Spaß. Pflicht! (Sanctuary/SPV) EV

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